Gerade in der Zeit vor Weihnachten werden oft Verhaltensmuster deutlich, die uns – aber auch anderen – Kummer bereiten können. Wie gehen wir konstruktiv damit um?

Zwei Gesichter des Lernens

Die positive Seite
Ich erweitere mein Wissen und verbessere meine Fertigkeiten.

Die andere Seite
Schädigende Gewohnheiten, unbegrundete (Ängste) und Hilflosigkeitsgefühle entstehen und verfestigen sich.
Das beste Beispiel ist der sogenannte “heimliche Lehrplan”: Offiziell lerne ich zum Beispiel Pünktlichkeit; durch das Ermahnen des Lehrers oder der Eltern lerne ich aber auch schimpfen und kritisieren.

Der heimliche Gewinn
Jedes Verhalten, auch wenn es mich und andere schädigt, hat immer einen Nutzen.
Ich befriedige durch solches Verhalten zum Beispiel meine Grundbedürfnisse nach Sicherheit und Anerkennung. Langfristig zahle ich für meinen Gewinn einen hohen Preis, zum Beispiel mit meiner Gesundheit.

Typische Verhaltensmuster

Hilflosigkeit “Das kann ich doch nicht …“
Opfer-Rolle “Alles muß ich allein machen …”
Selbst-Abwertung “Ich bin nicht o. k.”

 

Gegen-Strategien

statt “nicht”: “NOCH nicht”

statt “muss”: WILL

“Das kann ich noch nicht.”

“Ich will das allein machen.”

Kleine sprachliche Veränderungen können große Wirkungen erzielen!

Die Kunst des VER-Lernens

Ich baue ein anderes Verhalten auf, das mir denselben Gewinn bringt.
Ich entscheide selbst, was ich lernen will!