Zum Neuen Jahr habe ich diesen Brief an den Bayerischen Rundfunk geschrieben:

… Ich möchte verstehen, warum seit vielen Monaten Ihre Sprecher nach der Sendung zwar auf Podcasts hinweisen, jedoch – fast – nie mehr Hinweise auf Ihre ausgesprochen lesenswerten und inhaltsreichen Manuskripte geben. Ebenso sind die direkten Links auf den Sendungsseiten verschwunden. Wer sich bei Ihnen auskennt, findet sie natürlich auch selbst, aber bald weiß keiner mehr, dass es überhaupt welche gibt. Legen Sie doch bitte Ihre Strategie offen – ich habe bisher noch nie eine Antwort auf meine Anfragen bekommen.
Lesen gehört doch immer noch zu unserem Leben, und ich kann besser mitdenken und mein eigenes Wissen aktivieren, wenn ich Manuskript lesen und Anmerkungen machen kann. Bei einem Audio kann ich nicht einhalten, bin fremdbestimmt im Ablauf, muss alles selbst mitschreiben, was ich festhalten möchte …
Sollen junge Menschen denn nicht mehr lesen und sich im selbstständigen Denken üben können? Der BR ist doch immer innovativ und mutig (gewesen?).
Der Zeitgeist des Hörens und Sehens darf doch nicht das Lesen und Denken auslöschen. Und vor allem: Machen Sie da doch nicht einfach mit!
Wie wichtig m.E. Sprachgefühl und Sprachbewusstsein für unsere geistige Entwicklung sind, versuche ich auf meinem Blog “ZauberWORT” zu zeigen (blog.lernatelier.de). …

Immerhin hat der BR geantwortet und wird meine Fragen an die “Digitale Abteilung” weiterleiten.
Übrigens: Der SWR ist in dieser Hinsicht weiterhin vorbildlich!