Als Willy Wurm heute Morgen erwacht, ist es so hell, dass er glaubt, verschlafen zu haben und es sei schon Mittag. Aber als er dann aus dem Fenster sieht, stellt er zu seiner Überraschung fest, dass es geschneit hat! Willy freut sich riesig!

Er ist so aufgeregt, dass er noch vor seinem Frühstück gleich rausgehen will. Glücklicherweise hat Tanja Tausendfüßler ihm ja die Socke und die Mütze geschenkt, denn jetzt kann er sie wirklich gut gebrauchen.

Er ist wohl der erste Baumbewohner, der sich heute nach draußen wagt, den außer seinen Fußabdrücken sind noch keine anderen zu sehen.

Der Schnee ist fantastisch! Es ist kein trockener Pulverschnee und er ist auch noch nicht matschig, sondern genau richtig, um eine Schneeballschlacht zu machen.

Da aber außer ihm noch niemand draußen ist, beschließt er, einen Schneemann zu bauen.

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Würmer haben da ihre ganz eigenen Methoden: Willy rollt sich zu einem Knäuel zusammen und fängt an, sich über die Wiese zu kugeln. Natürlich ist er sofort über und über mit Schnee bedeckt, und mit jeder Umdrehung, die er macht, wird die Schneeschicht um ihn herum dicker und fester, bis er schließlich zu einem großen Schneeball geworden ist.

Zum Glück kann ihn jetzt kein Mensch sehen – die würden ja ihren Augen nicht trauen, wenn sie einen Schneeball sehen würden, der von selbst über die Wiese rollt! Menschen trauen Würmern eben einfach zu wenig zu.

Als er seine Kugel für groß genug hält, bohrt Willy sich einen Gang nach draußen. Das Loch, das dabei einsteht, wird später der Bauchnabel des Schneemanns werden.

Dann rollt Willy sich ein zweites Mal zusammen und fängt wieder an, über die Wiese zu kugeln. Dieses Mal muss er sich aber stärker konzentrieren, weil er die Orientierung nicht verlieren darf und genauer abschätzen muss, wie groß der Schneeball um ihn herum bereits ist.

Aber da Willy ein passionierter Schneemann-Bauer ist, mangelt es ihm nicht an Erfahrung und es gelingt ihm, einen etwas kleineren Schneeball mit viel Schwung auf den größeren Schneemann-Bauch zu rollen. Dann bohrt er sich einen Gang senkrecht nach unten, um seinen Ausgang durch den Bauchnabel nutzen zu können und so den Kopf des Schneemanns nicht zu beschädigen.

Jetzt sammelt er nur noch ein paar Kieselsteine für das Gesicht und ein kurzes Aststück, das oben auf dem Schnee liegt, weil es wegen des Schnees erst heute morgen abgebrochen ist, gibt er dem Schneemann als Besenstil.

Willy ist sehr stolz auf seine Arbeit – die Baumbewohner werden staunen, wenn sie aus dem Haus gehen und sein gelungenes Werk sehen werden!