Heute ist ein schöner sonniger Tag, und so beschließt Willy, das Eichhörnchen Emil in seinem Kobel auf dem Sonnenast, dem vierten Ast von unten, zu besuchen.

Unterwegs überlegt er sich, was er wohl macht, wenn Emil schläft. Schließlich ist es ja Zeit für den Winterschlaf, und Willy ist sich nicht sicher, ob Emil nicht sauer sein könnte, wenn er ihn um seinen wohlverdienten Schlaf bringt. Da Willy ja auf dem Walter-Vogelschreck-Ast, dem dritten Ast von unten, wohnt, braucht er auch gar nicht lange, bis er ankommt.

Aber es kommt ganz anders, als Willy vermutet hatte: Emils Kobel ist nämlich leer.

Tausend schlimme Gedanken rasen Willy durch den Kopf: Was ist, wenn Emil abgestürzt ist? – Nein, Eichhörnchen stürzen nicht von Bäumen.

Könnte er unsichtbar geworden sein?

– Willy war einmal ein Chamäleon begegnet, das aus dem Zoo ausgebrochen war, und seitdem traute er seinen Augen nicht mehr. Aber Emil war noch nie zuvor unsichtbar geworden.

Vielleicht hat ihn ein Adler geholt?

– Fliegen Adler im Winter nach Süden? Willy wusste es nicht. Während er verzweifelt darüber nachdachte, ob er jemals einen Schwarm Adler nach Süden ziehen gesehen hat, tauchte Emil dann doch plötzlich hinter dem Baumstamm auf.

Willy fiel ihm um den Hals vor Freude, und Emil wunderte sich sehr über die überschwängliche Begrüßung seines Freundes.

Nachdem Willy dann erzählt hatte, welche Gedanken ihm durch den Kopf gegangen waren, erklärte Emil ihm, dass er lediglich eine Walnuss zum Essen ausgebuddelt hatte.

Willy hatte gar nicht gewusst, dass Emil seine Nüsse vergräbt. Aber er hatte sich schon immer gefragt, ob Emil nicht Rückenschmerzen bekommt, wenn er den ganzen Winter auf den Nüssen schläft.