Heute ist der zweite Advent, und am Morgen war Willys Cousin Gerd schon vorbeigekommen, um die zweite Kerze im Kerngehäuse des Apfelhauses anzuzünden. Bei Willy sieht es jetzt wirklich weihnachtlich aus mit den kleinen Strohsternen, die ihm Fridolin Floh gebastelt hat, und mit den Kerzen, deren Licht durch die hellgelbe Kerngehäusewand schimmert.

Emil Eichhörnchen hat Willy eine Erdnuss aus seinem Vorrat mitgebracht. Die muss er wohl beim Bauern stibitzt haben – schließlich hat Willy noch keine Erdnusspflanze auf dem Bauernhof entdeckt. Leider hat sich Emil schon wieder zum Schlafen in seinen Kobel zurückgezogen, bevor Willy sich die Frage gestellt hat, wie er die Erdnuss öffnen soll.

Zuerst versucht er es, indem er mit viel Schwung draufspringt, aber er ist zu leicht, und die Erdnussschale hat nicht mal einen Knick bekommen.

Dann will er es auf die Methode versuchen, mit der er immer seine Walnüsse aufbekommt: indem er sie vom Baum aus auf eine Steinplatte fallen lässt, aber dafür ist die Erdnuss zu leicht. Ihr eigenes Gewicht reicht nicht, um sie zu aufzubrechen.

Als er merkt, dass er so nicht weiterkommt, schmiedet Willy einen Plan, bei dem er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Er malt der Erdnuss ein Gesicht und bindet sie an einen langen Faden. Dann legt er sie unter den Baum und setzt sich selbst einige Meter weit entfernt mit dem anderen Fadenende unter einen Busch. Langsam zieht er die Erdnuss zu sich her, und es dauert auch nicht lange, bis die ersten Vögel darauf aufmerksam werden. Einige Amseln kommen neugierig angehüpft und hacken plötzlich auf die Nuss ein, weil sie sie für einen Wurm halten. Als sie aber merken, dass sie `reingelegt wurden und dass dieses geschminkte Etwas kein Wurm ist, fliegen sie zornig davon, ohne sich um die Erdnusskerne zu kümmern.

Willys Plan ist aufgegangen! Fröhlich schleppt er die Kerne in sein Apfelhaus und feiert den Advent und den Sieg über die Erdnuss und die Vögel gebührend mit ein paar Hildabrötchen und einem halben Erdnusskern.