Adventszeit ist Fastenzeit

Gewohnheiten in der Vorweihnachtszeit

Kinder warten ungeduldig aufs Christkind – Erwachsene leben in Hektik, stehen unter Termindruck, besorgen letzte Geschenke, müssen an alles denken

Dieses Mal ist vieles anders

Was sollen wir nur machen ohne Weihnachtsmarkt, ohne Glühwein …

Wir müssen nicht mehr – jetzt dürfen wir!
Die Hektik verschwindet von selbst – Besinnlichkeit hat eine Chance …

Erinnerungen an die eigene Kindheit tauchen auf – wir schauen uns alte Fotos im Album an, backen miteinander Plätzchen backen, schmücken den Christbaum, packen Geschenke ein …

Wird die Zukunft eine neue Vergangenheit?

Vor vielen hundert Jahren war die Vorweihnachtszeit eine Zeit des Fastens: vom Martinstag an bis zum Dreikönigstag – ausgenommen Samstage und Sonntage – waren es 40 Fastentage.

Wesentlich wird sichtbar, wenn wir Unwesentliches erkennen und weglassen.
Wir können Erinnerungen, Ressourcen, Quellen der Zuversicht hervorholen:
Was ist uns wirklich wichtig, wenn Ablenkungen und Verführungen weniger werden?
Statt mitzuschwimmen im Strudel der Geschäftigkeit können wir uns konzentrieren und neu denken ..

Sich gut fühlen – frei entscheiden!

Wir machen uns frei vom Zwang der Verordnungen, die uns das Gewohnte verbieten, und finden wieder, was wir nicht wertgeschätzt, vielleicht vergessen oder gar verloren haben.

Mit anderen mitfühlen … gemeinsam handeln

Eine andere Art des Zusammenseins kann entstehen: statt in gesteuerten Aktivitäten abzutauchen und sich zu vergessen haben wir Zeit zum Zuhören, zum Gedankenaustausch – und wir können gemeinsam kreative Alternativen entwickeln.


Den Anstoß zu diesen Gedanken gab mir heute das “Wort zum Tag” im SWR2:
Adventliche Fastenzeit von 
Thomas Weißer, Budenheim, Katholische Kirche